Künzelsau / Baden-Württemberg


Untersuchungshaft für die 69-jährige Frau

In Künzelsau ( Hohenlohekreis ) ist es zu einem mysteriösen Todesfall gekommen.

Am heutigen Samstagvormittag, den 28. April 2018, wollte ein Elternpaar ihren 7-jährigen Sohn bei einer 69-jährigen Bekannten abholen. Da jedoch bei der Bekannten niemand die Haustüre öffnete, baten die Eltern einen Nachbarn um Hilfe, der einen Ersatz-Schlüssel für die Wohnung der Frau hat, um in die Wohnung der Bekannten zu gelangen. Im Haus fanden sie dann ihren 7-jährigen Sohn in der Badewanne liegend tot auf, während die 69-jährige Bekannte jedoch nicht vor Ort war. Das Kind hatte offensichtliche Würgemale am Hals und wurde demzufolge stranguliert.

Die Polizei fahndet seither nach der 69-jährigen Bekannten und setzte hierfür sowohl zehn Streifenwagen der Schutz- und der Kriminalpolizei ein, als auch einen Polizeihubschrauber und einen Fährtenspürhund ( Mantrailer ). Bisher gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt auf den Verbleib der Frau. Auch ist vollkommen unklar, ob die 69-jährige Frau zunächst den Jungen tötete und daraufhin flüchtete, oder ob es einen anderen Grund für ihr Verschwinden gibt.



30. April 2018, 15.00 Uhr

In einer weiteren Pressemitteilung der Polizei von 14.06 Uhr informiert die Polizei darüber, dass sich die 69-jährige Frau zum Tatvorwurf eingelassen hat und ihre Angaben nun mit den Ermittlungsergebnissen abgeglichen werden. Im Rahmen der am gestrigen Sonntagvormittag stattgefundenen Obduktion hat sich ergeben, dass der Junge durch Strangulation zu Tode gebracht wurde. Die 69-jährige Frau wird von einem Rechtsanwalt vertreten und schweigt inzwischen auf Anraten des Anwaltes zu den erhobenen Vorwürfen.


29. April 2018, 18.45 Uhr

Am heutigen Sonntagnachmittag, den 29. April 2018, wurde die festgenommene 69-jährige Frau, Elisabeth S., auf Antrag der Staatsanwaltschaft ( Rosenbergstrasse 8, 74072 Heilbronn ) einer Haftrichterin beim Amtsgericht ( Karlsvorstadt 18, 74613 Öhringen ) vorgeführt. Es wurde ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen und die Frau anschliessend einer Justizvollzugsanstalt ( JVA ) zugeführt. Nachdem bisher auch ein Unglücksfall im Raum stand, so dürfte sich aufgrund der vorgenommen Obduktion des Leichnam, siehe meine vorangegangene Mitteilung von 11.15 Uhr, der Tatverdacht gegen die Frau wohl noch erhärtet haben. Zu den Hintergründen des Mordes schweigt die Polizei “aus ermittlungstaktischen Gründen”, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heisst. In der Vergangenheit soll die Frau bereits mehrfach auf den kleinen Jungen aufgepasst haben.


29. April 2018, 11.15 Uhr

In einer aktuellen Pressemitteilung informiert die Polizei über die Festnahme der 69-jährigen Frau, welche zunächst nicht aufgefunden werden konnte. Sie wurde am gestrigen Samstagabend, den 28. April 2018 gegen 21.30 Uhr, an ihrer Wohnanschrift festgenommen, als sie zum Haus zurückkehrte. Bisher hat die Frau jedoch keine Angaben gemacht. Der Leichnam des kleinen Jungen wird seit dem heutigen Sonntagvormittag, den 29. April 2018 um 10.00 Uhr, in der Rechtsmedizin obduziert.

Es scheint also dann doch so zu sein, dass die 69-jährige Frau mit dem Tod des Kindes im Zusammenhang steht. Ob es sich hier um einen vorsätzlichen Mord oder aber um einen Unglücksfall handelt, werden hoffentlich die weiteren Ermittlungen ergeben.






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