Filmbeitrag / Liedgut

Überzeugungstäter

Stahlhelm


Spielzeit Datenumfang
4 Minuten, 45 Sekunden 0,061 Gigabyte


Liedtext

Der Stahlhelm ruht in tiefster Erde, unter Strassen und Morast.
Um ihn schlingen sich die Wurzeln, wie eine Hand am Gewehrschaft.
Daneben liegt ein alter Orden, ein Eisern Kreuz zur Tapferkeit.
Verliehen einst dem Frontsoldaten, der dort ruht in Ewigkeit.
Auf dem Panzer oder Krad, als Fliegerass in dunkler Nacht,
im Geschützturm hoch zur See, oder an Land mit dem MG.
Als Sanitäter in den Gräben, der dort kämpfte um das Leben,
von Kameraden die sich kannten, doch auch um die Unbekannten.

Ob Horst oder Wilhelm, Helmut oder Franz,
Andreas oder Rudolf, Matthias und auch Hans.
Eure Namen die sind eins und sie mahnen uns zur Pflicht,
bis der Stahlhelm wieder leuchtet im Sonnenlicht…

…wir vergessen euch nicht !

Auf Dachböden und in Kisten oder versteckt hinter der Wand,
ja, dort liegt dein alter Dolch, entrissen einst aus deiner Hand.
Und sehe ich Dich heut` auf alten Bildern, die zwar verblassen mit der Zeit,
doch niemals hier in meinem Herzen, denn dein Erbe ist auch meins.

Ob als Jäger im Gebirge oder Späher auf der Wacht,
als Maschinist in einem U-Boot oder Helfer bei der Fracht.
Als Fallschirmspringer hoch dort oben, gleitend wie ein Vogel frei,
der sich stürzte hinter Linien, als es hiess : ran an den Feind !

Ob Horst oder Wilhelm, Helmut oder Franz,
Andreas oder Rudolf, Matthias und auch Hans.
Eure Namen die sind eins und sie mahnen uns zur Pflicht,
bis der Stahlhelm wieder leuchtet im Sonnenlicht…

…wir vergessen euch nicht !

Und will auch Schuld und Scham eindringen, den Toten nehmen ihre Ruh`,
so sei der Toten letzter Wille, „Hört endlich auf und hört uns zu :
Auch wenn ihr uns`re Gräber schändet, mit Farben und Flüchen ganz eindeckt,
solltet Ihr euch stets im Klaren sein, ihr habt den Zorn in uns geweckt.
Noch sind wir gutmütig und still, weil eine Lichtgestalt das will,
wir sind Legenden und nun im Licht, doch auch wir Toten vergessen nicht.“